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Kreativtool: Träume


Mittlerweile liebe ich es Bilder nachzumalen, die aus meinen Träumen entstanden sind. Im Traum selbst wirken die Bilder und Szenen meist wie Nonsens, mit dem man nicht wirklich was anfangen kann. Dennoch tragen sie eine eigene Faszination und Magie mit sich, denn Traumsymbole folgen eher Gleichnissen und Sinnbildern, als logischen Aspekten.

 

Träume – sowohl bewusst herbeigeführte Tagträume als auch nächtliche „Eingebungen“ – können ein riesiges kreatives Potenzial in sich tragen. Ich würde sie sogar als das Sprachrohr deiner inneren Künstlerin/deines inneren Künstlers bezeichnen. Mehr sogar: Die Stimme deiner Intuition. Wenn wir eine neue Sprache erlernen, so können manche Übersetzung in unsere Sprache nicht wortwörtlich übertragen werden, man kann nur in einem Gefühl oder übertragenen Sinn erahnen, was gemeint ist. Die Sprache des Unbewussten ist die Traumsprache. Sie drückt sich in Bildern, Metaphern, Symbolen, Figuren aus. Während wir ruhen, verarbeiten wir die Erlebnisse des Tages sowie Wünsche, Sehnsüchte, Ideen und Erinnerungen – unser Gehirn ist eine Problemlösungsmaschine. Nachts, wenn das Bewusstsein im Ruhezustand ist, kann sich das Gehirn regenerieren und ohne Störungen von verschiedenen Gefühlsströmen arbeiten.

 

„Da das Bewusstsein allen möglichen äußeren Anziehungen und Ablenkungen ausgesetzt ist, lässt es sich leicht dazu verleiten,

Irrwege zu gehen. Die allgemeine Funktion der Träume ist, Störungen des geistigen Gleichgewichts auszugleichen,

in dem sie gegensätzliche und ausgleichende Inhalte hervorbringen.“

Carl Gustav Jung

  

Kreativtool

Wie kannst du nun konkret deine Träume für deine kreativen Projekte nutzen? Zwei Dinge vorweg: 1. Deine Träume entschlüsseln kannst nur du und 2. Es bedarf Übung. Es besteht leicht die Gefahr, Traumsymbole nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen zu interpretieren oder analysieren zu wollen. Dabei ist es das Wichtigste, sich Zeit für die Beobachtung und Selbstreflexion zu nehmen. Träume folgen keinen logischen Aspekten – ebenso wenig, wie Kreativität. Als Erstes werde dir klar, wofür du deine Träume nutzen möchtest, zum Beispiel...

 

An Träume erinnern:

  • Höre vor dem Einschlafen deine Lieblingsmusik
  • Male etwas oder mache eine Kritzel-Zeichnung: Ohne den Anspruch darauf zu haben, ein schönes Bild zu machen, ohne viel nachzudenken, ganz simpel. Spiele dabei mit Worten, Buchstaben, Ziffern, Symbolen und Farben.
  • Nutze den Frage-Leitbogen, den du unten als Download findest
  • Meide MINDESTENS 30 Minuten vor dem Schlafengehen TV, Smartphone und andere digitale Medien
  • Lass den Tag ruhig ausklingen und nutze dezente Lichtquellen wie Kerzen oder Lichterketten
  • Meditiere vor dem Schlafengehen

Lösen von Kreativ-Blockaden mit Hilfe deiner Träume:

  • Lass die Erwartung los, schnell antworten zu bekommen
  • Formuliere deine Blockade als Frage. Notiere sie auf einen Zettel. Leg den Zettel und einen Stift direkt neben dein Bett. Lies die Frage vor dem Einschlafen und wiederhole sie einige Male, bis du eingeschlafen bist. Wenn du morgens aufwachst und noch bevor du dich in den Tag stürzt, notiere die Antworten zu deiner Frage bzw. Traumsymbole, an die du dich erinnerst. Frage dich, was die Symbole für dich bedeuten. Wiederhole diese Übung mehrmals.
  • Arbeite mit Powerstatements – wie beispielsweise: „Auch wenn ich noch nicht genau weiß, wie ich meine Blockade (genau benennen) lösen kann, weiß ich, dass ich wieder in meinen kreativen Fluss komme“. Oder: „Auch wenn ich meine Traumbotschaften nicht logisch fassen kann, so vertraue ich darauf, dass es einen Anteil in mir gibt, der genau versteht, was ich als nächstes tun muss, um meine Blockade zu lösen“. Wiederhole diese Statements abends vor dem Einschlafen und mehrmals täglich – über einige Tage hinweg.
  • Hör dir für einige Wochen, während du nachts schläfst, Affirmationen an (nimm dir am besten selber deine Lieblings-Motivationssprüche auf). Auch wenn dein Bewusstsein ruht, dein Unbewusstes hört immer zu und bindet diese Zitate in deine Lösungsfindung mit ein. Beispiele für gute Affirmationen findest du hier
  • Führe ein Journal – eine Art Tagebuch, indem du deine Träume, Tagesziele, Erfolgserlebnisse, Wünsche, besonderen Erlebnisse, Erfahrungen & Erkenntnisse festhältst. Es kann lebensverändernd sein, jeden Tag sich nur eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um „rauszuschreiben“ was aus dem Kopf raus möchte.

Intuition für Kreativ-Projekte stärken & die Fantasie trainieren

  • Hör dir Fantasiereisen und verschiedene Meditationen an 
  • Befasse dich mit Märchen & Kindergeschichten – am besten abends vor dem Einschlafen. Sorge dabei für ein gemütliches Ambiente (trink dazu Kakao, iss ein paar Kekse, mach dir Kerzenlicht, kuschle dich in eine Decke)
  • Male ein abstraktes Bild (also ohne gegenständliche Darstellungen)
  • Male zu einem Lieblingslied
  • Nutze den unten angeführten Frage-Leitbogen
  • Führe ein Ideen-Traumtagebuch: Hier sammelst du alle noch so verrückten Ideen

Träumen, um tiefer zu Entspannen:

  • Beschäftige dich mit Atem-Übungen. Eine Übung wäre die Herz-Atmung – sie ermöglicht es, dein Herz & Gehirn zu entspannen und einen meditativen Zustand zu erlangen: Atme fünf Sekunden ein und fünf Sekunden aus. Wiederhole dies mindestens 15x
  • Lerne zu meditieren
  • Powere dich aus. Wir Menschen sind Bewegungstiere. Doch wir haben das Tier in uns aushungern lassen, durch zu viel sitzen und liegen. Geh laufen, spazieren, trainieren – egal wie – bring dich in Bewegung. Mach anschließend Dehnungsübungen oder  eine kurze Yogaeinheit und meditiere.
  • Hol dir Natureindrücke vor dem Schlafengehen (Mach einen Spaziergang im Vollmondlicht oder bei Sonnenuntergang)
  • Alle oben genannten Ratschläge kannst du hier ebenso anwenden

Sketch your dreams

Führe ein eigenes Sketchbook in dem du auf deine Art und Weise deine Träume festhältst. Egal wie banal und seltsam sie auch waren. Ob du dein Traumbuch gemalt, geschrieben oder als Voice-Note führst, liegt bei dir.

Ich wünsche dir, dass du deine Träume nicht als etwas Unnötiges betrachtest, nur weil sie schwer zu verstehen sind. Sieh sie als eine Kraft-Ressource, eine Abenteuerreise, die das Tor zu kreativen Welten öffnet.

 

Shine bright,

Jasmin ;-)

 

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